Wildpflanzen im März
Die Sonne zeigt sich immer mehr. Es juckt in den Fingern. Wir spüren, dass es Frühling wird. Es bleibt deutlich länger hell und uns zieht es nach draußen. Die ersten Frühlingskräuter zeigen sich. Es ist immer ein Jubel und ein Glücksgefühl, die alten Freunde im Frühling begrüßen zu dürfen. Darf ich vorstellen "Unsere Wildpflanzen im März" rundum Ravensburg.
Sal-Weide
Salix caprea
Weidengewächse
Silbrig flauschig strahlt sie mich an.
Kindheitserinnerung verbinde ich mit den flauschigen Kätzchen. Sie stehen noch heute im Frühling bei meinen Eltern in der Vase.
Der Insektenmagnet dient als erste Futterquelle für Insekten. Sie steht unter Naturschutz und darf wild nicht gesammelt werden.
Bärlauch
Allium ursinum
Leitet sich vom lateinischem "ursus" für "Bär" ab.
Bärlauch verleiht "Bärenkräfte"!
Blatt für Blatt sammel ich den Bärlauch. Das achtsame Sammeln erdet nicht nur, sondern hilft genau hinzuschauen, nicht, dass versehentlich ein Aronstab ins Körbchen landet. Dankerfüllt verarbeite ich den Bärlauch zu Öl, Pesto oder Salz. Oder ganz simpel auf eine Stulle mit Butter und Salz.
Verwechslungsgefahr mit dem Aronstab.
Krokusse
in verschiedensten Farben und Arten leuchten sie einen an.
Ich kenne mittlerweile die Plätze, an denen jedes Jahr die Krokusse blühen. Im Übrigen ist es nicht nur bei den Krokussen der Fall, auch bei den anderen Pflanzen, wie Bärlauch.
So erfreue ich mich, wenn der Neubeginn diese wunderschönen Frühjahrsblüher zum Vorschein bringt.
Winterling
Eranthis hyemalis
Zwar war er bereits im Februar anzutreffen, doch er darf sich neben den anderen Geophyten mit einreihen. Er ist beliebt bei Insekten, doch nur Hummeln profitieren dank ihres langen Rüssels von seinem süßen Nektar.
Die Samen werden mit Hilfe von Regentropfen aus dem Blütenschaft herausgeschleudert, ein sogenannter Regenballist.
Aronstab
Arum
Fast zeitgleich treiben die Blätter des (giftigen) Aronstabs mit dem Bärlauch aus. Im jungen Stadium ähneln sie sich, da heißt es genau hinzusehen und alle Bestimmungs- und Unterscheidungsmerkmale kennen. Im Laufe der Zeit entwickelt er eine faszinierende Blüte, eine Kesselfallenblume, welche durch modrig-faulen Aas- oder Uringeruch und Wärme Fliegen anlockt. Durch einen raffinierten Bestäubungsmechnismus hält sie die Fliegen zunächst gefangen, um sie nach verrichteter Ding wieder freizulassen.
Huflattich
Tussilago farfara
Was für ein sattes Gelb! Der Huflattich ist ein wahrer Goldschatz. Das Gelb ist die Frühlingssonne auf der Erde!
Bevor seine Laubblätter sich entwickeln, hat die Blüte ihren großen Auftritt! Tussilago - der Hustenvertreiber. Farfara gibt Hinweise auf die "bemehlten" weißwollig-filzigen Blätter. In der Apotheke gibt es spezielle Präparate, die einen strengen PA-Wert (Pyrrolizidin-Alkaloid-Wert) einhalten.